Marktbericht Wolf Agrarhandel 01.09.2020

Weizen und Soja schreiben positive Zahlen, Raps und Mais sinken weiter

 

Weizen:

Am US-Weizenmarkt ist weiterhin ein stetig positiver Aufwärtstrend festzustellen. An der CBoT in Chicago steigt der meistgehandelte Monat Dezember um 3,50 US-Cent auf 552,25 US-Cent/bushel (umgerechnet 169,24€/t). Dies verzeichnet einen Höchststand seit Mitte April diesen Jahres.  Auch der führende Hard-Red-Kontrakt legt an der Börse in Kansas 3,00 auf 475,25 US-Cent/bushel zu. Der meistgehandelte Spring-Wheat-Kontrakt an der Börse in Minneapolis steigt um 0,25 US-Cent bei 539,50 US-Cent/bushel. Des Weiteren rechnet auch das russische Analystenhaus IKAR mit einem leichten Anstieg der Weizenproduktion, so steigt der Wert im Vergleich zum Vormonat um 300.000 t auf 82,8 Mio. t. Nicht so erfreulich zeigen sich hingehen die Weizenausfuhren für die Woche bis zum 27. August. Hier liegt die aktuelle Ausfuhrmenge bei 516.131t, somit 53.462t weniger als in der Vorwoche. Positiv hingegen zeigt sich jedoch die verschiffte Weizenmenge, da hier im Vergleich zur letzten Saison 46.205t mehr verschifft wurden. Laut dem kanadischen Statistikamt rechnet man in diesem Geschäftsjahr 2020/2021 mit einer Weizenproduktion von 35,7 Mio t. Diese Prognose wäre der 2. Höchste Wert nach Erfassung der Daten.

Mais:

Die Maiskontrakte verzeichnen zu Beginn der Woche rote Vorzeichen. Auch der meistgehandelte Dezember verliert an der Chicagoer Börse CBoT 1,50 auf 357,75 US-Cent/bushel (umgerechnet 116,73 €/t.) Die Prognosen für die bevorstehende Maisernte fallen eher trüb aus, auf Grund des mangelnden Niederschlags in den Kernregionen. Die USDA Maisausfuhren rechnet für die Woche bis zum 27. August mit Maisexporten bis zu 402.216 t. Das sind 489.815t weniger als in der Vorwoche, dafür 44.43t mehr als in der Vorjahreswoche. Bis dato wurden im August 41.668 Mio. Tonnen Mais verschifft, was 5.504 Mio. Tonnen weniger sind gegenüber dem Vorjahr. Zuletzt verloren auch die Maiskontrakte an der Euronext um 1,00 auf 167,00€/t.

Soja:

Die Sojabohnenkontrakte schreiben weiterhin unverändert grüne Zahlen. Kurzzeitig wurde ein neuer Höchstwert von 966,75 US-Cent/bushel erreicht seit Juni 2018. Der Novemberkontrakt gewann an der CBoT in Chicago um 3,00 au f 953,50 US-Cent/bushel (umgerechnet 292,28€/t).Auch die Sojaschrotkontrakte notierten 2,80 US-$/short ton im Plus bei 206,90 US-$/short ton (80,18 €/t). Auf Grund des fehlenden Niederschlages erwarten die Marktbeobachter eine noch schwächere Bohnensaison als wie zuvor bereits erwartet. Daher wurde der Anteil der Bestände mit der Bewertung „good-to-excellent“ um 3 Prozentpunkte auf 66 Prozent herabgestuft. In der Woche bis zum 27.August werden Sojabohnenausfuhren in der Höhe von 804.591 t. registriert, 30 Prozent weniger als in der Vorwoche. Im August wurden bis jetzt 43.126 Mio. t. Sojabohnen verschifft.

 

Raps:

Die Canolakontrakte an der ICE in Winnipeg starten die Woche mit roten Vorzeichen. Der Monat November notiert 0,90 can-$/t im Minus bei 498,20 can-$/t. Die Behörde Canstat schätzt somit die Canolaproduktion in der Saison 2020/21 auf 19,4 Mio t. Obwohl man anfangs mit geringen Produktionsaussichten rechnete, wurde die Marktstimmung von den nachträglich angehobenen Produktionszahlen für die Saison 2019/20 getrübt. Positiv jedoch, zeigten sich am Montag die Rapskontrakte, welche um 0,75€ auf 383,00 €/t. gewannen.