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Marktbericht Wolf Agrarhandel | 01.Oktober.2019

Weizen, Mais, Sojabohnen und Raps steigen weiterhin

 

Weizen: An der Börse in Paris gewann der Dezember 75 Cent auf 174,75 €/t. In Chi­cago legte der Monat Dezember um 8,4 US-Cent auf 495,6 US‑Cent/bushel (167,82 €/t) zu. Im elektronischen Handel schloss er am Montag bei 498,0 US‑Cent/bushel. Der schwache Euro sorgte dafür, dass der Aufwärtstrend weiter anhält und schürte Hoffnungen auf ein besseres Exportgeschäft. Seit dem Beginn des Handelsjahres 2019/20 wurden bereits 6,25 Mio. t Weizen exportiert. Dies entspricht einem Anstieg von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der anhaltende Feuchtigkeitsmangel führte in der Ukraine im September zu schlechten Keimungs- und Entwicklungsbedingun­gen für Winterkulturen. Die Niederschläge betrugen mit wenigen Ausnahmen nur 10 bis 20 Prozent des Durchschnittswertes. Außerdem sorgten die geringe Luftfeuchtigkeit sowie heiße und trockene Winde die Anbausituation. In der zweiten Hälfte des Septembers begannen die ersten Bodenfröste. Die Gesamt-Weizenproduktion für das Jahr 2019 wird vom jährlichen NASS-Bericht auf 1,962 Mrd. bushel und somit leicht unter den Erwartungen ge­schätzt. 90 Prozent des Sommerweizens wurden mittlerweile gedroschen. Der aktu­elle Stand entspricht weniger als der Durchschnittswert von 99 Prozent, aber 3 Prozent mehr als in der Vorwoche. Zu 38 Prozent wurde der Winterweizen bereits ausgesät. Am 01. September betrugen die amerikanischen Weizenbestände mit 2,385 Mrd. bushel 5 Mio bushel weniger als im Vorjahr.

Mais: In Chicago stieg der Dezember-Kontrakt mit einem Plus von 16,4 US-Cent auf 388,0 US-Cent/bushel (129,98 €/t). Im elektronischen Handel notierte er bei 387,25 US-Cent/bushel. Am Montagabend verabschiedeten sich die Maiskurse mit Gewinnen. Der veröffentlichte Quartalsbericht des NASS zu den Getreidebeständen trieb die Kurse voran. Die Maisvorräte lagen am 1. September mit 2,114 Mrd. bushel deutlich unter den Schätzungen. Auch die September-Wasde‑Prognose wurde um 331 Mio. bushel verfehlt. Der Bestand fiel somit 26 Mio. bushel niedriger aus als im Vorjahr. Jedoch betrug der Maisbestand auf den Farmen mit 753 Mio. bushel 21,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der langsame Erntefortschritt wirkte sich preistreibend aus. Es wurden erst 11 Prozent der Bestände abgeerntet dies entspricht 8 Prozent weniger als im Durchschnitt. Laut dem wöchentlichen Export-Bericht der USDA wur­den in der Woche bis zum 26. September rund 400 Mio. t Mais exportiert. Dieser Wert liegt deutlich hinter dem Vorjahrsniveau, dennoch ist dies ein Anstieg von 70 Prozent gegenüber der Vorwoche. Die Ausfuhren sind um 66 Prozent geringer als im Vorjahreszeitraum.

Soja: Die Novemberbohne schloss mit einem Plus von 23 US-Cent bei 906 Cent/bushel und stieg heute Morgen bei 907,75 Cent/bushel (306,16 €/t) ein. Auch das So­jaschrot konnte um 6,00 US-$ auf 259,90 US-$/short ton (298,52 €/t) zulegen. Die niedrigen Bestände und der langsame Erntefortschritt sorgen für steigende Kurse bei den Soja-Kontrakten an der Chicagoer Börse. Die Sojabestände lagen laut dem NASS-Bericht am 1. September bei 913 Mio. bushel. Dieses Ergebnis liegt deutlich unter den aktuellen Markterwartungen von 982 Mio. bushel. Die Sojabohnenproduktion für das Jahr 2018 wurde vom NASS-Report ebenfalls um 116 Mio. bushel auf 4.428 Mrd. bushel revidiert Mit 7 Prozent liegt der Erntefortschritt derzeit deutlich unter dem durchschnittlichen Wert von 20 Prozent für diese Jahreszeit. Die Exporte der USA stiegen vergangene Woche mit einem Export von 982.000 t Sojabohnen um mehr als 50 Prozent im Ver­gleich zur Vorjahreswoche. Somit liegen die Sojabohnenexporte bereits jetzt 6 Prozent höher als letztes Jahr. Chinesische Importeure kauften Montag zusätzlich 600.000 Tonnen Sojabohnen aus den USA, außerdem werden für diese Woche weitere Exporte nach China erwartet.

Raps: In Winnipeg schloss der Canola-Kontrakt mit einem Anstieg von 5,50 bei 460,20 Can-$/t. Am Montagabend legte der Raps an der Euronext in Paris mit einem Plus von 1,25 €/t auf 387 €/t zu. Der gefestigte Sojamarkt in Chicago und der frühe Wintereinbruch in Kanada ließen die Canola-Kurse am Montag an der Börse in Win­nipeg steigen. Die Nässe und das anhaltende kalte Wetter in der gesamten Prärie-Region erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Ernterückständen und Qualitätseinbu­ßen. Am stärksten vom Schneefall betroffen ist die Provinz Alberta.

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