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Marktbericht Wolf Agrarhandel | 05.April.2016

Weizen zeigt nach leichtem Gewinn Seitwärtsbewegungen an der MATIF – Chicago-weizen geht leicht nach unten.
Mais zeigt wenig Bewegung – Sojakomplex schließt mit Ausnahme vom Sojaöl schwächer – Raps zeigt sich weiter freundlich.

Weizen: Der Frontmonat Mai konnte wieder nach einem Plus von 1,75 €/t etwas an Boden gut machen. Somit konnte dieser bei knapp unter 156,00 €/t schließen. Mögliche Kursgewinne wurden dennoch vom festerem Euro, der knapp unter 1,14 US-$ notiert, ausgebremst. Die weitere Tendenz bleibt auf niedrigem Niveau seitwärts.
In Chicago bewegt sich der Weizen begrenzt nach unten. Nach minimalen Kursverlusten schloss der Mai bei 4,75 US-$/bushel. Zwar unterstützte das Trockene Wetter in den südlichen US-Plains die Preise, dennoch drückte die schwache Nachfrage dagegen.
Auf dem Internationalen ist der US-Weizen wenig konkurrenzfähig. Hier rechnet das USDA für das kommende Wirtschaftsjahr mit den niedrigsten US-Weizenexporten seit 44 Jahren.

Mais: Mais konnte an der MATIF vom festeren Weizen profitieren. Nach leichter Steigerung notiert der Frontmonat Juni bei 152,50 €/t. Für die alte Ernte bewegen sich die Preise seitwärts.
Die Chicagoer Maisnotierungen blieben aufgrund der guten Exportaufträge und Verzögerungen bei der US-Maisaussaat auf einem nahezu unveränderten Preis stehen. Für diese Woche nennt das USDA Exportverladungen von mehr als 1 Mio. t.
Aufgrund von Niederschlägen verspätet sich weiter die Maisaussaat in der Deltaregion. Feuchte und kühle Witterungen lassen auch im östlichen und zentralen Teil des Mittleren Westens die Maisaussaat warten.

Soja: Die Bohnenkurse in Chicago ließen wieder aufgrund Gewinnmitnahmen und Spekulationen über eine größere US-Sojabohnenanbaufläche etwas nach. Hier gab der Mai 4,6 Cent/bushel nach und schloss bei 9,13 US-$/bushel. Sojaschrot gab mit 4,10 US-$/short ton etwas deutlicher nach. Nur Sojaöl konnte vom festem Palmölmarkt etwas profitieren.
Am Markt spekuliert man zudem, dass Verzögerungen bei der US-Maisaussaat eine größere Aussaatfläche für Sojabohne zugutekommen könnte.

Raps: An der MATIF punktete die Rapskurse erneut, dennoch konnte das Tageshoch nicht gehalten werden. Nach einem Plus von 1,25 €/t notierte der Mai etwas über 369 €/t, August erreichte bei Börsenschluss wieder sein Vortagesniveau von 359 €/t. Dies ging mit einem sehr lebhaftem Handel von statten. Festere Palmölnotierungen kompensierten die schwächeren Sojabohne. Die Raps-Futures an der MATIF blenden die schwachen Rohölpreise sogar, die seit Monatsbeginn um 5 Prozent nachgegeben haben.
In Winnipeg war die Stimmung für Raps freundlich. Hier legte der Mai um 2,50 Can-$ auf knapp 428 Can-$/t zu. Dieser profitierte auch von der schwächeren Währung in Kanada und vom festeren Sojaöl.
 (MU)

 

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