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Marktbericht Wolf Agrarhandel | 05.August.2016

Weizen bewegt sich aufwärts an der MATIF und in Chicago. Mais dagegen verliert leicht in Europa aber kann sich in Amerika halten. Soja und der europäische Raps steigen ebenfalls. In Winnipeg dagegen verliert der Raps an Boden.

 Weizen: Aufgrund der Probleme bei der Weizenernte in Deutschland und Frankreich, legten die Weizenkurse an der MATIF leicht zu und während der September Termin weitgehend neutral blieb, wuchs der Dezember um 0,75 €/t auf 170,50 €/t.

Derzeit kursieren in Frankreich Gerüchte, dass französische Exporteure Weizen importieren müssen um ihre Aufträge zu erfüllen. Dagegen behält die EU-Kommission ihre Schätzung für die diesjährige Erntemenge mit 144,5 Mio. t weitgehend wie im Vormonat bei. Auch in Großbritannien hat die Weizenernte begonnen und die ersten Ergebnisse sind vielversprechend.

In Chicago machten die Weizenkurse bis zu 9 Cent/bushel gut und der September schloss bei 4,10 US-$/bushel. Das entspricht allerdings dem tiefsten Stand seit etwa 10 Jahren.

Da der Iran dieses Jahr eine gute Ernte eingefahren hat, sieht es derzeit keinen Bedarf für weitere Importe. Desweiteren will das Land seinen Selbstversorgungsgrad innerhalb der nächsten 10 Jahre auf bis zu 110 % anheben. In Syrien werden dagegen derzeit rund eine Mio. t an Weizen dringend benötigt um eine durch den andauernden Bürgerkrieg verursachten akuten Hungersnot zu verhindern. Normalerweise bezieht Syrien seinen Importbedarf an Weizen aus der Schwarzmeerregion, jedoch ist der Import durch die Kämpfe schwierig geworden.

Mais: Aufgrund von technischen Einflüssen verlor der Mais an der MATIF etwas und rutschte um 1,75 €/t auf 168,00 €/t.

Rumänien hat letztes Jahr eine erheblich kleinere Ernte eingefahren und hat daher zwischen September und April nur 2,4 Mio t exportiert, was etwa 46 % unterhalb des Vorjahresexport liegt.

Der Mais profitierte an der Chicagoer Börse von den gestiegenen Weizen Kursen und schloss neutral.

Aufgrund der deutlich kleineren Maisernte in Brasilien von nur 70 Mio. t, was 15 Mio. t unterhalb der letztjährigen Ernte liegt, denkt die Regierung über eine Lockerung der Importbeschränkungen für gentechnisch veränderten Mais aus den Vereinigten Staaten nach.

Soja: Durch neues Kaufinteresse für die US-Sojabohnen konnten die Sojakurse in Chicago etwas dazugewinnen. Der August stieg um 5,2 Cent/bushel und der November Termin legte 2,4 Cent/bushel zu auf 9,55 US-$/bushel.

Raps: Auch der Raps konnte an der MATIF zulegen und stieg für den November Termin um 4,75 €/t auf 361 €/t.

Die derzeitigen europäischen Rapserträge lassen keine Besserung erwarten und laut der Einschätzung von fachkundigen Analysten ist mittlerweile nur noch mit einer Ernte deutlich unterhalb 21 Mio. t zu rechnen.

In Winnipeg musste der Canola-Raps dagegen Verluste einstecken und sackte um 1,50 Can-$/t auf 446 Can-$/t. Grund dafür ist eine große bevorstehende Rapsernte in Kanada, welche 20 Mio. t erreichen könnte.

(RW)

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