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Marktbericht Wolf Agrarhandel | 06.Dezember.2016

Der Weizen fällt an der MATIF und steigt leicht in Chicago. Auch der Mais zeigt in Europa und Amerika ein derartiges Verhalten. Soja legt in Chicago zu und der Raps an der MATIF, jedoch muss dieser Verluste in Winnipeg einstecken.

Weizen: Die Weizenkurse an der MATIF mussten zurückstecken und gaben für den Dezember Termin um 3,50 €/t nach auf unter 160 €/t. Der März Termin sank um 2,50 €/t auf 164,25 €/t.
In Chicago dagegen erzielten die Weizenkurse kleinere Gewinne und der März Termin wuchs um 4 Cent/bushel auf 4,08 US-$/bushel. Mit einem Volumen von 453.000 t an Weizen fallen die bisherigen US-Exportverladungen in der laufenden Woche eher durchschnittlich aus.
Mit  seiner neuen Schätzung in Höhe von 32,6 Mio. t hat das australische Getreideamt Abares alle in Erstaunen versetzt, da sie sämtliche Analysten-Prognosen übertrifft. Die neue Schätzung entspricht einer Steigerung von 4,5 Mio. t im Vergleich zu der Abares-Schätzung im September. Des weiteren wird damit der bisherige Spitzen-Rekordwert aus dem Jahr 2011/12 um etwa 2,7 Mio. t übertroffen. Ähnlich sieht es derzeit auch bei der australischen Gerstenernte aus, welche mit 10,6 Mio. t ebenfalls einen neuen Rekordwert aufstellt.

Mais: Die Maiskurse an der MATIF gaben, vom sinkenden Weizen beeinflusst, leicht nach und sanken für den Januar Termin um 0,75 €/t auf annähernd 163 €/t ab.
An der Chicagoer Börse zeigten die Maiskurse einen deutlichen Anstieg und kletterten um 12 Cent/bushel nach oben, sodass der März Termin zuletzt bei 3,59 US-$/bushel stand. Die laufenden US-Exportverladungen für diese Woche fielen bisher mit 1,15 Mio. t an Mais größer als ursprünglich angenommen aus.

Soja: Die Kurse für Sojabohnen steigen, dank der stetigen Nachfrage von China und anderen Ländern, weiter an. Die nächstgelegenen Termine legten um bis zu 16 Cent/bushel zu, wodurch der Januar Termin zuletzt bei 10,43 US-$/bushel. Auch die Sojaschrot-Kurse zeigten ein positives Verhalten, sodass der Januar Termin für Sojaschrot um 7 US-$/short ton anstieg und derzeit bei 319,50 US-$/short ton steht.
Das US-amerikanische Analystenhaus Informa hat seine letzte Vorhersage für die bald beginnende brasilianische Sojabohnenernte um 1 Mio. t auf 56 Mio. t zurückgeschraubt. In Brasilien wird für das Sojaanbau-Kerngebiet Mato Grosso bereits mit einem Erntebeginn in der zweiten Dezemberhälfte gerechnet, was deutlich früher als sonst üblich wäre. Grund dafür ist der ausgezeichnete Zustand der brasilianischen Sojabohnen.

Raps: An der MATIF verzeichneten die Rapskurse einen positiven Verlauf und infolge dessen stieg der Februar Termin um 2,75 €/t auf 412,50 €/t an.
In Winnipeg indes, mussten die Canola-Rapskurse Verluste verkraften. Der Januar Termin büßte 2 Can-$/t ein und fiel auf 527 Can-$/t.
Laut dem australischen Getreideamt Abares, kann Australien mit einer guten Rapsernte in Höhe von 3,58 Mio. t rechnen. Im Vergleich zur Septemberschätzung bedeutet das allerdings eine Reduzierung um 50.000 t. Schuld daran sei die nasse Witterung in den frühen Erntegebieten, wodurch die dort bereits stattfindende Ernte etwas gelitten hat.

(RW)

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