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Marktbericht Wolf Agrarhandel | 08.Juli.2016

Der Weizen rutscht in Chicago etwas ab, während der Mais in Paris
nach zwischenzeitlichen deutlichen Kursverlusten wieder etwas zulegt.
Soja fällt weiter, während sich der Raps weitgehend behaupten kann.

 Weizen: Der Weizen büßte an der Chicagoer Börse etwas ein, jedoch hielten sich
die Verluste in Grenzen. Die FAO, eine Organisation der Vereinten Nationen für die
Sicherstellung der Welternährung, korrigierte ihre Prognose für die weltweite Weizenernte
von 724 Mio. t auf 732 Mio. t, was einer Steigerung von 8 Mio. t entspricht.
Damit liegt sie etwas über der Schätzung der USDA.
Die Sorgen um die Weizenqualitäten in Frankreich und Deutschland bereiten auch
weiterhin Kopfzerbrechen, wodurch der Weizen an der MATIF um 2,00 €/t zulegen konnte, sodass
der Dezember jetzt mit 160 €/t notiert ist.
Der EU-Weichweizenexport schrammte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr mit etwa 31,3 Mio. t
knapp am Vorjahresergebnis vorbei. Dieses lag inklusive Mehl und Durum bei 33,4 Mio. t.

Mais/Gerste: Der Mais konnte an der MATIF nach den wenig erfreulichen Vortagen wieder
etwas zulegen und zwar um 2,00 €/t auf 169,50 €/t. In Chicago blieben die Kurse neutral,
auch wenn sie im Laufe der Woche um 4,5 % absackten. Derzeit steht der September bei 3,42 US-$/bushel.
In dem Wirtschaftsjahr 2015/2016 wurde insgesamt eine Menge von 13,3 Mio. t an Mais in die EU importiert.
Die Erwartungen von den Erträgen der diesjährigen Ernte in Brasilien wurden
von der staatlichen Agrarbehörde Conab überraschend deutlich zurückgeschraubt und zwar
um 7,1 Mio. t auf 69,1 Mio. t an Mais. Damit unterscheidet sie sich mittlerweile deutlich
von der Schätzung der USDA, welche sich derzeit noch auf 77,5 Mio. t beläuft.
Die Gerste-Ernte hat fast überall begonnen, bisher wurden 237.000 Lizenzen für den Export genommen.
Der Umfang der Gerstenexporte im vorherigen Wirtschaftsjahr lag bei 10,2 Mio. t.

Soja: Soja brach an der Börse in Chicago um bis zu 52 Cent/bushel auf 10,50 US-$/bushel ein,
der Schrot büßte dagegen zur gleichen Zeit 16,2 US-$/short ton ein und sackte auf 367 US-$/short ton ab.
Innerhalb der letzten drei Tagen fielen die Sojabohne um 42 US-$/bushel und der
Sojaschrot um 37 US-$/short ton.
Gründe dafür waren die schwindenden Aussichten auf einen trockenen und heißen
August im Mittleren Westen durch den „La Nina“ genannten Effekt.

Raps: An der MATIF blieben die Kurse für Raps unbeeindruckt von den technischen
Effekten aus Chicago und schloss neutral bei 350 €/t. Dagegen sackten die Canola-Kurse
in Winnipeg deutlich mit bis zu 17,50 Can-$/t ab.

(RW)

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