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Marktbericht Wolf Agrarhandel | 09.Oktober.2019

Weizen, Mais, Soja sowie auch Raps steigern ihre Kurse nach oben

 

Weizen: Am Dienstag ging der meistgehandelte Dezemberkontrakt mit einem Anstieg um 11 US-Cent
bei 5,00 US-$/bushel (umgerechnet 167 €/t) aus dem Handel. Ebenfalls mit einem kräftigen Plus von 8 US-Cent
bei 4,10 US-$/bushel schloss der Hard Red Weizen den vergangenen Tag. In Paris beendete der Frontmonat Dezember den Tag mit einem Plus von 1,50 € bei 178 €/t. Damit befinden sich die Weizennotierungen an der Börse in Chicago beinahe auf einem Zweimonatshoch. Grund hierfür sind vermutlich die Schneesturmwarnungen und die technischen Käufe im Vorfeld des USDA-Monatsberichts Wasde am Donnerstag. Jedoch könnte ein Schneesturm in den Bundesstaaten North Dakota und Montana die Ernte vom Frühlingsweizen negativ beeinflussen. Die Händler erwarten im Vorfeld des monatlichen Wasde-Berichts einen Endbestand an Weizen im laufenden Geschäftsjahr 2019/20 von ca. 1,01 Mrd. Bushel. Sollten sich diese Erwartungen bestätigen wären dies 3 Mio. bushel weniger als im September-Bericht. Den Weizenkurs in Paris zogen die US-Börsen ebenfalls mit nach oben. Russland landete in der ägyptischen Ausschreibung vor Frankreich, was den Aufwärtstrend etwas abbremste. Geringe Frachtkosten sind hierbei vermutlich der Grund. Ägypten kaufte insgesamt 295 Mio. t Weizen, 180 Mio. t aus Russland und die restlichen 115 Mio. t aus der Ukraine.

 

Mais: In Chicago erreichte der Dezemberkontrakt gestern den höchsten Stand seit Mitte August. Folglich ging er mit einem Plus von 8,75 US-Cent bei 3,95 US-$/bushel (umgerechnet 142,14 €/t) erfolgreich aus dem Handel. Auch der Dezembermais stieg um 0,75 auf 165 €/t an. Schneefälle in Dakota und Minnesota trieben wohl auch diese Kurse in die Höhe. In den eben angesprochenen Bundesstaaten ist noch ein erheblicher Teil der Ernte möglichen Verlusten durch die Schneewarnung ausgesetzt. 61 Prozent der Pflanzen haben in Minnesota das Black-Layer-Stadium noch nicht erreicht, 78 Prozent in North-Dakota und 64 Prozent in South-Dakota.

 

Soja: Um 5,2 US-Cent auf 920,4 US-Cent/bushel (umgerechnet 308,86 €/t) stieg auch der November-Kontrakt an der CboT. Der Dezember gewann um 4,8 US-$ auf 306,9 US-$/short tons
(302,90 €/t). Jedoch verfehlte der Sojabohnenkurs in Chicago ein Drei-Monats-Hoch. Die Kurse in die Höhe treibend wirkte vor allem die Ankündigung eines Sturmes in den US-Bundestaaten Nord- und Süddakota sowie Minesota. Dieser kann für bis zu 30 cm Schnee sorgen. Rund ein Fünftel der Sojaanbauflächen der USA befindet sich in diesen Bundestaaten. Im Zuge der positiven Marktsignale beendete Sojaschrot ebenfalls den Handelstag im grünen Bereich.

 

Raps: In Winnipeg an der Intercontinental Exchange (ICE) gewinnt der November-Kontrakt 2,20 auf 464,80 kan.-$/t.
1,25 auf 388,25 €/t gewann der November-Kontrakt auch in Paris. An der Euronext endete der Handelstag somit erneut im grünen Bereich. Das frühwinterliche Wetter in weiten Teilen Kanadas wirkt weiterhin preistreibend. Dies führt dazu, dass die Erntearbeiten in einigen Anbaugebieten immer wieder zum Erliegen kommen. Die Kurse dürften laut Marktbeobachtern aber auch gleichzeitig von der Stärke des Sojamarktes profitieren.

 

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