Marktbericht Wolf Agrarhandel | 11.November.2019

Weizen und Soja sinken leicht während Mais und Raps anziehen

 

Weizen: 2,25 auf 510,25 US-Cent/bushel (170,14 €/t) verlor der Dezember an der CBoT in Chicago. In Paris hingegen gewann der Weizen, entgegen anfänglichen Verlusten, 0,25 € auf 178,5 €/t. Somit verabschiedeten sich die US-Weizenkontrakte jedoch negativ aus der Handelswoche. Der WASDE Report vom Freitag war hierfür wohl ausschlaggebend. In dem zuvor erwähnten Bericht wurden die US-Endbestände für das Jahr 2019
um 29 Mio. bushel gegenüber dem Vormonat nach unten korrigiert. Die Prognose beträgt nun angesichts der
Korrektur 1,014 Mrd. bushel. Auf 900.000 Acres reduzierte das
US-Landwirtschaftsministerium die Angaben zur Abgeernteten Fläche. Die Ernten in der EU und der Schwarzmeerregion haben die Verluste in den USA sowie Argentinien und Australien mehr als ausgeglichen. Um 0,44 Mio. t auf 288,3 Mio. t steigerten sich die globalen Weizenbestände im Vergleich zum Oktoberbericht. Analysten hatten eigentlich einen Rückgang erwartet, weshalb der Markt von diesen Zahlen überrascht wurde. Auf 10,766 Mio. t belaufen sich die US-Exporte in den ersten 22 Wochen des laufenden Handelsjahres. Dies entspricht einem Anstieg von über 25,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

 

Mais: Um 2 auf 377,25 US-Cent/bushel (134,77 €/t) steigerte sich der Frontmonat Dezember an der CBoT. Der Januarkontrakt notierte währenddessen an der Matif in Paris mit 163,50 €/t 0,25 weniger als am Vortag. Einen leichten Tagesgewinn nahmen die US-Maiskontrakte am Freitag dennoch mit in das Wochenende. Bei 167 bushel/acre lagen die geernteten Maiserträge in den USA zum 1. November. Das entspricht einem Rückgang von 1,4 bpa zum Vormonat. Die Gesamtproduktion sank entsprechend auf 13,66 Mrd. bushel. Gegenüber Oktober ist dies eine Minderung
von 118 Mio. bushel. Auch bei den US-Endbeständen gab es vom Wasde eine Korrektur von 19 Mio. bushel auf 1,91 Mrd. bushel.
Die Exporterwartungen wurden ebenfalls um 50 Mio. bushel nach unten korrigiert. Im Vergleich mit dem Vormonat war auch der weltweite Mais-Carryout rückläufig. Er verlor um 6,64 Mio. t auf 295,96 Mio. t. Überdies vermeldete das USDA einen privaten Exportverkauf von 217,040 t US-Mais an ein unbekanntes Ziel.

 

Soja: An der CBoT in Chicago verlor die Januarbohne 5,5 auf
931,0 US-Cent/bushel (306,59 €/t). Um 0,70 auf
304,9 US-$/short ton (304,05 €/t) gab auch der Sojaschrot-Kontrakt für Dezember nach. Somit verzeichnete der Sojakomplex zum Wochenausklang deutliche Kursverluste. Der Crop Production-Report sorgte am Freitag für Enttäuschung. Ungeachtet der Analysten-Erwartungen wurden die Erträge für die Bohnen im Vergleich mit dem Oktober bei 46,9 bushel/acre belassen. Auch der Markt hatte fest mit einer Minderung dieses Wertes gerechnet. Bei 3,55 Mrd. bushel beließ auch das USDA die Produktionsprognose. Um 0,4 Mio. t auf 12,9 Mio. t wurden aber die US-Endbestände angehoben. Über den Erwartungen der Analysten lag der weltweite Bohnen-Carryout, denn er wurde um 2,2 Mio. t auf 95,42 Mio. t nach oben korrigiert.

 

Raps: Bei 463,30 kan.-$ bewegte sich der Januar 2,1 im Plus.
An der Matif notierte der Februar 1,75 fester bei 389,75 €/t. Dadurch beendeten die Canola-Kontrakte an der Intercontinental Exchange (ICE) in Winnipeg die Woche deutlich fester. Hierbei profitierten die Kurse allerdings von einem schwächeren kanadischen Dollar. Dieser gab nämlich im Verlauf der Vorwoche um rund ein Zehntel US-Cent nach. Somit kennt der Aufwärtstrend für Raps in Paris vorerst weiterhin kein Ende.