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Marktbericht Wolf Agrarhandel | 12.Oktober.2018

Weizen legt leicht zu, Mais dreht am Ende noch einmal auf und Soja wie
auch Raps bewegen sich weiter im Rückwärtsgang

 

 

Weizen:  Am Donnerstag verlor der September-Weizen um 2,50 auf 5,08 US-$/Bushel
(umgerechnet 161 €/t).Dennoch erzielte der derzeitige Termin in Paris seinen Höchststand
mit 205 €/t im Oktober. Die geringfügigen Anpassungen der USDA (US-Landwirtschaftsministerium)
an der Weizenbilanz erhöhten die US-Endbestände und senkten zugleich die weltweiten Lagerbestände
auf rund 260,18 Mio. t. Die leichte Korrektur der weltweiten Weizenbestände auf 260 Mio. t kam an der Euronext gut an. Auf 203,50 €/t pendelten sich die Weizennotierungen in der letzten Handelsstunde am Ende nach Veröffentlichung. des Wasde-Reports ein. Am Donnerstag bekam der Weizenmarkt einen Aufschwung, weil das USDA für die USA niedrigere Weizenerträge schätze als noch im September.
Für die USA war die Prognose für den Weizenmarkt im Oktober-Wasde nicht so gut ausgefallen.
Die Versorgungsbilanz hat sich nicht sonderlich verschärft, obwohl die Produktionsschätzungen für Russland und Australien revidiert wurden.

 

Mais: Um 6,50 Cent auf 3,69 US-$/bushel (umgerechnet 125,44 €/t) schnellt der November-Termin
nach oben. Die kleinere Schätzung der Maiserträge in den USA, welche überraschend kam, befördert die Maiskurve an der Euronext für den November in der letzten Handelsstunde auf 173,50 €/t nach oben.
Die Börsianer in Paris und Chicago waren am Donnerstag mit der Auswertung der USDA-Zahlen
reichlich beschäftigt. Eine etwas kleinere US-Maisernte von 375 Mio. t. erwartet das USDA
in seinem am Donnerstag veröffentlichten Wasde-Report. Auf 180,7 bushel/acre senkte das
USDA den durchschnittlichen Maisertrag in den USA. Für die Vermarktungssaison 2018/19
rechnet das Ministerium mit wesentlich höheren Anfangsbeständen. Trotz besserer Exportaussichten
für US-Mais hat diese Kombination zur Folge, dass die Endbestände im Land mit 46 Mio. t. höher ausfallen dürften als noch zuvor im September geschätzt. Zudem wird mit einer weltweiten Maisproduktion gerechnet, die den Verbrauch nicht decken kann. Ein Beispiel dafür ist, dass die Bestände weltweit sinken. Die Kurse werden ebenfalls durch regenbedingte Ernteverzögerungen bei der Maisernte im Mittleren Westen unterstützt. Als diese Erkenntnisse in Chicago an der Börse die Runde
machten, kam es buchstäblich zu einer kleinen Maisrally.

 

Soja: Mit einem Minus von 10,75 Cent bei 8,52 US-$/bushel schloss die Börse in Chicago.
Auch heute Morgen steht die Bohne nur bei 8,49 US-$/bushel (270 €/t). Um 1,50 auf 312,00 US-$/short ton (296,50 €/t) gab auch der Sojaschrot nach. Sojaöl verlor 0,32 Cent auf 28,65 Cent/Pound
(546,50 €/t). Gegenüber dem September-Wasde erwarten Analysten zum Ende des Wirtschaftsjahres 2018/19 einen Anstieg der globalen Bestände um 1,64 auf 109,9 Mio.t. Die Vorräte würden somit im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 15 Mio. t steigen. Bei den Flächenerträgen und der Erntemenge in den USA wird ebenfalls mit einem Anstieg gerechnet. Der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China wird zusätzlich durch gute Aussaatbedingungen belastet. Dem Real hat zusätzlich das Ergebnis in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen in Brasilien Auftrieb gegeben.
Jair Bolsonaro, der rechte Kandidat, hatte die absolute Mehrheit aber nur knapp verfehlt.
Der feste Real drückte die Sojapreise auf dem brasilianischen Markt. Auch die Verkäufer halten sich derweil zurück und warten die weitere Entwicklung ab. Ein großer Teil der kommenden Ernte ist wegen der zuletzt attraktiven Preise bereits vermarktet. Mit einer Fläche von 17,9 Mio. ha und einer Erntemenge von 50 Mio. t rechnet die Börse in Rosario, hält bei einer weiteren Verzögerung der Maisaussaat eine größere Anbaufläche für Sojabohnen aber für wahrscheinlich.

 

Raps: An der Matif bewegen sich die Rapsnotierungen weiter im Rückwärtsgang. Am Mittwoch
ging es um 3,00 auf 270,75 €/t nach unten. Der November hat damit innerhalb einer Woche
um fast 6 €/t verloren. Der Abwärtstrend hat sich auch in Winnipeg beschleunigt.
Um 2,80 auf 496,80 kan-$/t gab auch Canola nach.

 

(SA)

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