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Marktbericht Wolf Agrarhandel | 17.November.2017

Weizen legt leicht zu. Mais verbessert sich in Europa, aber muss in Amerika Verluste hinnehmen. Soja sinkt ebenfalls etwa ab. Raps gewinnt in Europa aber verliert in Übersee.

Weizen: Die Weizenkurse an der EURONEXT (MATIF) zogen etwas an und ließen den Dezember Termin um 0,50 €/t auf 158,75 €/t ansteigen.
An der Chicagoer Börse erzielten die Weizenkurse ebenfalls einen kleinen Kurszuwachs, wodurch der Dezember Termin der CBoT auf 4,21 US-$/bushel kletterte.
Russland dehnt seine Weizenexporte immer weiter aus und hat die Europäische Union als bisher weltweit größten Weizenexporteur längst hinter sich gelassen. Zurzeit erweitert das Land seine Liefergebiete über Asien bis Afrika hinaus.
Dagegen hat die EU zunehmend Schwierigkeiten, sich gegen die günstigen russischen Exportpreise zu behaupten. Die Folge davon sind volle Lagerbestände und fehlende Abnehmer.
In Ägypten fiel diese Woche die gerichtliche Entscheidung, dass die Toleranz von 0,05 % für Mutterkorn im Weizen für einzelne Lieferungen aufgehoben werden soll, das heißt, die generelle Nulltoleranz wieder eingeführt werden soll. Die Regierung hat bislang noch nicht verlauten lassen, inwiefern sie weiter mit der Nulltoleranz verfahren wird. Das ägyptische Agrarministerium erwartet derzeit Anweisungen, ob und wie das Urteil das bestehende Inspektionsverfahren für Weizenlieferungen beeinflussen wird. Für russische Weizenlieferungen würde das Probleme und Exportbehinderungen bedeuten, wenn die ägyptische Nulltoleranz wieder eingeführt wird.

Mais: Der aktuelle Maistermin an der Pariser Börse erzielte einen Kursgewinn und erhöhte auf 156 €/t.
Enttäuschende US-Exportzahlen von „nur“ 945.000 t Mais führten in der vergangenen Woche zu Kursverlusten an der CBoT (CME). Die Analysten erwarteten Ausfuhren von über eine Mio. t.an Weizen. Damit wird es schwierig, die US-Ausfuhrprognosen des Vermarktungsjahres 2017/2018 einzuhalten. Die starke Konkurrenz aus Südamerika trägt ihren Teil dazu bei. In den brasilianischen Anbaugebieten werden für die kommenden zwei Wochen Niederschläge erwartet, was sich positiv auf Bestände auswirken dürfte.

Soja: Die Sojabohnenkurse brachen aufgrund schwacher Exportmengen etwas ein und ließen den Januar Termin um
4,00 Cent/bushel auf 9,72 US-$/bushel abfallen.
Händler befürchten nun, dass das USDA im Anfang Dezember erscheinenden WASDE-Report die US-Ausfuhrmengen an Sojabohnen im Jahr 2017/18 reduzieren könnte. Im Laufe der Woche hat sich der Abstand zwischen erwarteter und tatsächlich erfolgter Ausfuhren um 300.000 t vergrößert.

Raps: Die Rapskurse an der Pariser EURONEXT Börse (MATIF) befinden sich derzeit auf einem Höhenflug und streben der
380 €/t-Marke entgegen. Der Februar Termin stand am Donnerstag zum Ende des Börsentags auf 379 €/t.
In Winnipeg dagegen ließen sich die Canola-Rapskurse von der negativen Stimmung der CBoT mitreißen und büßten im Schnitt 1,80 Can-$/t auf 518,80 Can-$/t ein.

(RW)

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