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MARKTBERICHT WOLF AGRARHANDEL | 17.OKTOBER.2019

Weizen steigt weiter an, Mais erholt sich, Sojabohnen und Raps sinken

Weizen: Der Dezemberweizen legte an der Börse in Chicago um 6,25 US-Cent auf 5,13 US-$/bushel zu. Auch im elektronischen Handel stieg er weiter auf 5,15 US‑$/bushel (170,76 €/t). An der Euronext in Paris konnte sich der Weizenkont­rakt um 1,75 € steigern und geht bei 180 €/t aus dem Handel. Ägypten zahlte bei ei­ner Ausschreibung höhere Preise als bei vergangenen Importgeschäften und stützte somit die Weizenkurse am Mittwoch. Russland konnte sich mit 285.000 t sowie die Ukraine und Frankreich mit je 60.000 t durchsetzen. US-amerikanischer Weizen war nicht konkurrenzfähig. Die USA bekam jedoch den Zuschlag bei einer Ausschreibung aus Japan, weshalb bei einer Gesamtmenge von über 115.835 t 35.590 t aus den USA kommen. Die restliche Menge teilen sich Kanada und Australien. Die Prognose für die russische Getreideernte wurde laut dem Unternehmen APK-Inform nach oben revidiert. Mit einem Plus von 9,5 Prozent liegt die Schätzung für die Gesamternte 2019/20 nun bei 124 Mio. t. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung von 7,4 Prozent. Die Erträge der Weizenernte werden im Vergleich zur letzten Schät­zung im August um 0,7 Prozent höher geschätzt.

 

Mais: An der Chicago Board of Trade ging der Dezember mit einem Minus von 1,5 US-Cent mit 3,91 US-$/bushel aus dem Handel. Donnerstagmorgen konnte er sich erholen und wurde bei 3,92 US-$/bushel (139,45 €/t) gehandelt. Der Dezember­kontrakt an der Euronext in Paris steigt um 0,24 Cent auf 164,25 €/t. Der Erntefort­schritt im Mittleren Westen der USA, sowie die Unsicherheit bei Handelsgesprächen zwischen China und den USA sorgen für sinkende Preise in Chicago. Die Erntear­beiten werden in großen Teilen der USA in den kommenden Tagen Fahrt aufneh­men. Die USA wird laut dem USDA 228.600 t Mais nach Mexiko exportieren. In den ersten Oktoberwochen exportierte Brasilien 2,8 Mio. t Mais. Im gesamten Monat Ok­tober lagen die Exporte im Vorjahr bei 3,1 Mio. t. Seit Februar belaufen sich die bra­silianischen Maisexporte auf 27,8 Mio. t.

 

Soja: Die meistgehandelte Novemberbohne verliert am Ende des Mittwochs 6 Cent bei 9,28 US-$/bushel. Bei 9,30 US-$/bushel (308,48 €/t) wurde der Novemberkon­trakt am Donnerstagmorgen gehandelt. Am Mittwoch gab auch Sojaschrot um 3 auf
304,80 US-$/short ton (302,29 €/t) nach. Weiterhin warten die Händler auf Klarheit im Handelsstreit zwischen China und den USA. US-Präsident Donald Trump machte am Mittwoch deutlich dass er keinen Deal vor einem Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping unterzeichnen wird. Aufgrund besserer Wetteraussichten könnte der Erntefortschritt in Teilen der USA bald beschleunigt werden. Wegen Verzögerungen bei der Aussaat im Frühjahr und dem Wintereinbruch in den vergangenen Tagen verläuft die Ernte so langsam wie zuletzt 1986.

 

Raps: Am Mittwoch ging der Novemberkontrakt mit einem Minus von 1,40 bei 460 kan-$/t aus dem Handel. An der Euronext in Paris verabschiedete sich am Mitt­woch der Kontrakt für denselben Monat ebenfalls mit einem Verlust von 1,00 € bei 382,75 €/t. Die sinkenden Sojakurse und der flotte Erntefortschritt schwächen die Canola-Notierungen. Die Ernte ist in den meisten Anbaugebieten fast vollständig eingefahren. Außerdem wurden die Notierungen durch den stärkeren ka­nadischen Dollar unter Druck gesetzt.

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