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Marktbericht Wolf Agrarhandel | 19.Januar.2018

Weizen verliert an der MATIF an Boden, aber legt dafür an der Chicagoer Börse deutlich zu. Mais büßt auf beiden Kontinenten etwas ein. Soja zieht an und Raps erzielt ebenfalls ein Plus.

Weizen: Die Weizenkurse an der Pariser EURONEXT (MATIF) Börse zeigten keine Reaktion auf den gestern am späten Nachmittag veröffentlichten Januar-Bericht des Internationalen Getreiderats (IGC). Die Kurse gaben etwas nach und so fiel der März Termin auf 155,75 €/t.
In seinem Bericht erwähnt das IGC einen steigenden Importbedarf für Weizen in Afrika und Asien. Diese Nachfrage könnte laut dem IGC im Zusammenhang mit der wahrscheinlich geringeren Weizenernte im laufenden Kalenderjahr zu einer weltweiten Reduktion der Weizenbestände führen. Für die aktuelle Erntesaison 2017/18 schätzt das IGC die Produktionsmenge an Weizen auf 757 Mio. t, was einem Zuwachs von 8 Mio. t im Vergleich zum letzten Monatsbericht der IGC entspricht.
Die Nachricht über die verringerte globale Erntemenge an Weizen sorgte an der CBoT für kräftige Kurszuwächse. Auch ein etwas schwächerer US-Dollarkurs sorgte an der Börse in Chicago für gute Stimmung. Dadurch gewann der März Termin satte 50 US-Cent/bushel auf 4,25 US-$/bushel hinzu. An der Getreidebörse in Minneapolis hingegen gaben die Sommerweizenkurse leicht nach und standen am Ende bei 6,10 US-$/bushel. Ursache für den Kursrückgang war eine Umfrage von Farm Futures, laut deren Ergebnis die US-Farmer im Frühjahr mehr Sommerweizen aussäen wollen, um die Verringerung der Anbaufläche für Winterweizen auszugleichen.
Strategie Grains, ein französisches Handelshaus und Beratungsunternehmen, veröffentlichte am Donnerstag ebenfalls seinen Monatsbericht, in dem sie unter anderem einen Importbedarf von 4 Mio. t Weizen für Indien in der Saison 2018/19 voraussagen.

Mais/Gerste: An der Pariser Börse mussten die Maiskurse Verluste einstecken und der frühe Termin beendete den Handelstag bei einem Stand von 151,60 €/t.
Die Maiskurse in Chicago sackten auch etwas ab und ließen den März Termin minimal auf 3,51 US-$/bushel sinken. Verantwortlich dafür waren neben dem IGC Bericht und der Farm Futures Umfrage auch börsentechnische Effekte. Die Ergebnisse der Umfrage zeigten, dass die US-Farmer auf 90 Mio. acres Mais und Soja aussäen wollen. Das ist etwas mehr, wie das Beratungshaus Informa im Laufe der Woche geschätzt hatte.
Gemäß dem Bericht der IGC wird die weltweite Maisproduktion wohl um 14 Mio. t auf 1,05 Mrd. t ansteigen. Insbesondere die Europäische Union, China und Nigeria haben dementsprechend ihre Ernteschätzungen angehoben.

Soja: Die Sojakurse an der Chicagoer Börse erlebten durch die anhaltende Trockenheit in Argentinien einen weiteren Höhenflug. Der März Termin für Sojabohnen stieg um 14 US-Cent/bushel auf 9,73 US-$/bushel. Auch der März Termin für Sojaschrot verbesserte sich um 4,10 US-$/bushel auf 328 US-$/bushel.

Raps: In Paris zogen die Rapskurse deutlich an und so kletterte der Februar Termin um 1,00 €/t auf 344,75 €/t.
An der ICE Börse in Winnipeg zeigten die Gewinne der Weizenkurse in Chicago Einfluss und die frühen Termine verbesserten sich auf bis zu 492,60 Can-$/t. Die kanadischen Farmer zeigten zuletzt nur eine geringe Verkaufsbereitschaft und unterstützten die Kursentwicklung damit indirekt.

(RW)

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