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Marktbericht Wolf Agrarhandel | 22.Februar.2016

Weizen gibt weiter nach. Mais beendet seine Sitzung neutral. Sojakomplex schließt uneinheitlich. Raps gibt weiter nach.

Weizen: Die MATIF bröckelte wieder etwas ab. Zum Börsenschluss notierte der März bei 152,00 €/t und der Mai bei 159 €/t. Der heutige Euro notierte am heutigen Morgen gegenüber den Dollar bei knapp über 1,11 US-$. Dennoch geben sowohl die Währungsseiten, als auch Chicago, die ebenfalls schwächer notierten keine weiteren Impulse. Für den März weißte Chicago einen Schlusskurs von 4,62 US-$/bushel. Zusätzlicher Druck von Chicago kam von den wöchentlichen US-Exportzahlen, welche mit 243.700 t Weizen sehr mager ausfielen.
Weiterer Druck kommt aus Frankreich, da die Getreidebestände laut dem französischem Getreideamt AgriMer zu 94 Prozent mit sehr gut bewertet werden. Analysten sehen eine weitere Rekordernte für Frankreich entgegen, da auch die Weizenfläche um 1,1 Prozent angehoben wurde und weiterhin auch das Vorjahresergebnis um 500.000 t steigen könnte. Des Weiteren werden für diese Kampagne ein Anstieg der Weizenbestände auf insgesamt 6 Mio. t gerechnet, welches den höchsten Stand seit 17 Jahren erreichen könnte.
Nach der Wende in der Mutterkorn-Politik, kaufte Ägypten weitere 240.000 t Weizen. Von der Gesamtmenge wird Russland 180.000 t und Frankreich 60.000 t liefern. Zwar senkten die Exporteure ihre Risikoprämie, dennoch lagen die Preise im Tender höher also vor dem ganzen Chaos um die Mutterkorn-Wende.
Frankreich war mit 183,00 €/t und einer Fracht von 8,40 US-$/t fob am billigsten. Für Russland lag der günstigste Offert bei 194,50 US-$/t auf cif-Basis. Auch in der Vorwoche verkaufte die USA 30.000 t Qualitätsweizen aus Ägypten. Nach Aussagen des russischen Premierministers wird momentan ernsthaft darüber diskutiert, den Qualitätsweizen aus der Exportbesteuerung herauszunehmen. Zu Beginn des Monats lagen die Bestände um 14 Prozent höher als im Vorjahr. Laut SoftEcon bleiben die Exportbestände weiterhin hoch.
Die Ukraine konnte Ihren Export steigern und hatte im Zeitraum von Juli bis Ende Januar 11 Mio. t Weizen exportiert und somit auch die Ausfuhr aus dem Vorjahr um 30 Prozent gesteigert. Hier vermarktete man einen großen Teil nach Südostasien. Das Ukrainische Getreideamt UkrAgroConsult rechnet für mit einer Weizenausfuhr von 14 Mio. t für diese Kampagne.

Mais: An der MATIF zeigte sich für den Mais keinerlei Bewegung. Diese zeigten für die vorderen Termine neutrale Abschlüsse und der März blieb auf 146 €/t stehen. Auch in Chicago zeigte der Mais eine Nullnummer und blieb für den März bei 3,56 US-$/bushel stehen.
Hier konnten sich die Notierungen im Verlauf der Woche gut halten und legten sogar etwas zu. Zusätzlich unterstütze dies die wöchentlichen US-Exportzahlen, welche bei mehr als 1 Mio. t Mais lagen. Auch die Preise für den US-Markt im fob-Bereich haben sich wieder etwas gefestigt. Dennoch blieben die Fonds der Meinung, dass die Maispreise weiter fallen werden und bauten weiter Ihre Netto-Shortpositionen aus.

Soja: Trotz leichter Verluste blieben die Sojabohnen in einem recht stabilem Bereich. Die März-Bohne gab leicht nach und erreichte zum Ende einen Kurs von 8,78 US-$/bushel. Sojaschrot konnte mit leichten Gewinnen und einem etwas schwächerem Sojaöl profitieren. Auch die wöchentlichen Exportzahlen in Höhe von 567.000 t Sojabohnen lagen im Rahmen der Erwartungen.
In Brasilien zeigen sich langsam wieder Fortschritte für die Sojabohnenernte, aufgrund von schnelleren Verladungen. In Häfen warteten in der vergangenen Woche nur 163 Schiffe auf insgesamt 9,7 Mio. t brasilianischen Soja und Mais. Die Analysten gehen bei der Sojabohnenernte von insgesamt 100 Mio. t aus und die Erträge lagen im guten Bereich. Nach starken Regenfällen standen die Flächen in Argentinien unter Wasser und auch für diese Wochen werden weiter Niederschläge in Argentinien erwartet.

Raps: Die MATIF-Notierungen standen wiedermal unter Druck und konnten nicht richtig in die Gänge kommen. Mit etwas schwächerem Rohöl verlor der Mai 2,25 €/t und erreichten einen Schlusskurs von 354 €/t. Auch die Aktivitäten waren an der Börse unterdurchschnittlich.
In Winnipeg war auch der Handel für Canola-Raps ruhig. Hier sorgten Währungseinflüsse und Kontraktverschiebungen vom Frontmonat März für grüne Vorzeichen. Der März schloss somit bei 467 Can-$/t.

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