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Marktbericht Wolf Agrarhandel | 27.Januar.2017

Leichte Kursgewinne bei Weizen. Mais verhält sich neutral an der MATIF, verliert aber in Chicago. Auch Soja muss Verluste einstecken. Raps legt an der MATIF zu, erfährt aber in Winnipeg leichte Kursverluste.

Weizen: An der Pariser MATIF stiegen dank des etwas schwächeren Euros die Kurse, sodass der März auf 170 €/t kletterte und der Mai 171 €/t erreichte.
In der Europäischen Union ist derzeit ein Rückgang der Weichweizenexporte festzustellen. Innerhalb der laufenden Woche wurden 263.000 t exportiert und insgesamt wurden in dieser Saison bisher 13,9 Mio. t an Weichweizen aus der EU ausgeführt. Das entspricht einer Minderung von 7 % gegenüber dem vorjährigen Ergebnis.
An der Chicagoer CME Börse legte der März Termin dank der guten Exportzahlen von 835.000 t an Weizen um 2,4 Cent/bushel auf 4,27 US-$/bushel zu.
Ausgehend von Analysen seines nationalen Export Centers, hat Russland 2016 ein Exportvolumen von etwa 25 Mio. t erzielt und damit eine Mio. t mehr exportiert, als die Vereinigten Staaten. Russlands größter Abnehmer im vergangenen Jahr war Ägypten mit 5,7 Mio. t an Weizen.

Mais/Gerste: Der Mais hielt an der MATIF seinen bisherigen Kurs für den März Termin mit 171,25 €/t. In der laufenden Woche importierte die Europäische Union Mais mit einem Importvolumen von 452.000 t, womit sich ein gesamtes Importvolumen von
6 Mio. t für die laufende Kampagne ergibt.
Die derzeitigen Gerstenexporte der EU belaufen sich für die aktuelle Kalenderwoche auf 218.000 t.
An der Chicagoer CME Börse mussten die Maiskurse Verluste in Höhe von bis zu 2,6 Cent/bushel verkraften. Dadurch sank der Kurs für den März Termin auf 3,64 US-$/bushel. Ursächlich dafür ist die Handelspolitik des neuen US-Präsidenten, welche den Agrarhandel unter Druck setzt.

Soja: Auch die Sojakurse an der CME erfuhren Verluste und sackten um bis zu 5,6 Cent/bushel ab, wodurch der März mit 10,49 US-$/bushel schloss.  Ursachen dafür waren sowohl das bessere Wetter in Argentinien, als auch die Handelspolitik des neuen US-Präsidenten. Sojaschrot erging es kaum besser und so beendete der März Termin den Tag nach leichten Kurseinbußen mit 343 US-$/short ton. Dagegen sind die wöchentlichen US-Sojabohnenverladungen mit 539.000 t annähernd wie erwartet ausgefallen.
In Argentinien hat die nationale Börse in Buenos Aires zum ersten Mal eine Voraussage bezügliche der erwarteten Sojabohnenernte getroffen. Demzufolge rechnet die Börse mit einer Ernte in Höhe von 53,5 Mio. t. Im Unterschied dazu schätzte die Schwesterbörse in Rosario die erwartete Erntemenge auf 52,9 Mio. t an Sojabohnen. Die aktuellen Wettervorhersagen in Argentinien sagen für den Rest der laufenden Woche trockene Wetterverhältnisse voraus, doch für die kommende Woche werden in weiten Teilen des Landes Niederschläge erwartet.

Raps: Der Raps hielt an der MATIF seine Kurspositionen und der Februar Termin erzielte dank technischer Einflüsse sogar einen Kursgewinn von 1€/t auf annähernd 428 €/t. Auch der Mai verbesserte seinen Kurs leicht auf 419,50 €/t.
Durch negative Einflüsse seitens der Sojabohnen büßten die Canola-Rapskurse an der Börse in Winnipeg etwas an Wert ein. Dadurch rutschte der März Termin leicht ab auf 420 Can-$/t.

(RW)

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