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Marktbericht Wolf Agrarhandel | 28.November.2017

Weizen gibt in Europa und Amerika nach. Auch Mais fährt hier wie dort leichte Verluste ein. Soja zieht etwas an. Raps verliert auf beiden Kontinenten deutlich.

Weizen: An der EURONEXT (MATIF) Börse in Paris verloren die Weizenkurse etwas an Boden, jedoch hielten sich die Verluste in Grenzen. Der Dezember Termin sank um 75 Cent/t auf 157 €/t.
Die Weizenkurse an der Chicagoer Börse brachen regelrecht ein in Folge des langen amerikanischen Thanksgiving-Wochenendes. Dadurch rutschte der Dezember Termin um 6,2 Cent/bushel auf 4,09 US-$/bushel. An der Börse in Minneapolis dagegen sackten die Kurse sogar um bis zu 13,4 Cent/bushel auf 6,10 US-$/bushel sowie in Kansas um 7,2 Cent/bushel auf 4,07 US-$/bushel.
Die negativen Kursentwicklungen an den amerikanischen Börsen ließen sich auch nicht durch die beachtlichen Exportzahlen der Vorwoche aufhalten. In der vergangenen Woche wurden über 345.000 t Weizen verladen, was eine Steigerung um ein knappes Mittel gegenüber der Vorwoche bedeutete und 40 % über dem Vorjahresniveau lag.
Die weltweite Aussaat entwickelt sich weitgehend normal.
In Europa müssen die ausgesäten Bestände allerdings mit teils mit zu starker Nässe und teils mit Trockenheit zurechtkommen. Die Bestände in der Ukraine haben dagegen kaum mit Problemen zu kämpfen und entwickeln sich normal. Auch in Russland bleibt die Aussaat von nennenswerten Wetterproblemen verschont.
Ägypten hat erneut Interesse am Kauf einer Schiffsladung Weizen bekundet und erwartet heute diverse Angebote von Exporteuren. Russland gilt mit seinen bisher unschlagbar günstigen Offerten als aussichtsreichster Kandidat für den Zuschlag.

Mais: Die Maiskurse an der Pariser Börse mussten leicht zurückstecken. Der Dezember Termin verlor 50 Cent/t auf
153,50 €/t.
Auch an der CBoT (CME) Börse in Chicago machten die Maiskurse ein leichtes Minus. So gab der Dezember Termin um
3,4 Cent/bushel auf 3,39 US-$/bushel nach.
Ursache dafür waren wahrscheinlich die etwas reduzierten US-Exporte, welche sich in der vergangenen Woche auf 639.000 t beliefen. Das entsprach einem Rückgang von 3,3 % der vorhergehenden Woche sowie 23 % gegenüber dem Vorjahreswert. Das USDA erwartet in seinem regelmäßig veröffentlichten WASDE-Report eine Reduzierung der US-Exporte um 16 %, auf das gesamte Jahr bezogen. Laut aktuellem Stand wurden bislang 44 % der vom WASDE-Report vorausgesagten Menge an Mais exportiert. Das entspricht einem geringfügigen Rückstand gegenüber dem amerikanischen Fünfjahresdurchschnitt von 48 %.

Soja: Die Sojabohnenkurse an der Chicagoer Börse legten etwas zu und ließen den Januar Termin um 2,6 Cent/bushel auf 9,96 US-$/bushel ansteigen. Jedoch zeigte der Kurs heute Morgen bereits wieder ein Minus von 3,75 Cent/bushel an. Die 10-Dollar-Marke konnte kurzzeitig durchbrochen werden, was zahlreiche Verkäufer direkt ausnutzten und mit verstärkten Verkäufen eine zügige Kurskorrektur verursachten. Die Sojaschrot Kurse erzielten gestern ebenfalls ein Plus und so legte der aktuelle Termin um 3,30 US-$/short ton zu auf 327,10 US-$/short ton. Aber auch hier zeigte sich heute Morgen eine gegenläufige Tendenz mit einem Verlust von 2,30 US-$/short ton.
Die US-Exportverladungen betrugen in der vorangegangenen Woche 1,58 Mio. t und lagen damit voll in den Erwartungen. Dennoch entsprach das einem Rückgang von 30,6 % im Vergleich zur Woche davor und 29,7 % wie im vorigen Jahr.
In den südamerikanischen Ländern Brasilien und Argentinien werden für die kommenden Tage trockene Witterungsbedingungen vorausgesagt. In Brasilien steht der Abschluss der neuen Aussaat kurz bevor. Durch die Verzögerungen wegen wetterbedingter Unterbrechungen der Aussaat, wird auch die Ernte bei stabilen Wetterverhältnissen sehr wahrscheinlich später beginnen. Zurzeit beschweren sich die brasilianischen Farmer über die Trockenheit sowie über den Preisverfall für Sojabohnen aufgrund der derzeit starken brasilianischen Währung.

Raps: Der starke Eurokurs machte sich an der EURONEXT Börse negativ bemerkbar und ließ die Rapskurse deutlich einbrechen. Der Februar Termin stürzte um 4,75 €/t auf 366,75 €/t ab.
Die Canola-Rapskurse an der ICE in Winnipeg sackten ebenfalls spürbar ab und der Januar Termin rauschte um 3,20 Can-$/t nach unten auf 507,80 Can-$/t. Verantwortlich dafür waren unter anderem verstärkte Verkäufe von kanadischen Farmern.

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