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Marktbericht Wolf Agrarhandel | 03. März 2016

Matif-Weizen verliert erneut – Mais kann sich leicht erholen – Fundamental keine Änderung in Sicht

 

Weizen: Die Weizenkurse an der Matif standen erneut unter Druck, vor allem für den Frontmonat. Der März fiel im Zuge von Positionsbereinigungen auf 143,50 €/t. Derzeit bauen sich diese offene Positionen für März stark ab, denn erst am Donnerstag nächster Woche wechselt der Frontmonat. Der Mai-Kontrakt notierte mit 152,50 €/t auch etwas schwächer. Fundamental ist durch dem sehr großen weltweiten Weizenangebot keine Änderung in Sicht.

Mais: Technische Einflüsse aufgrund eines überverkauften Marktes und die minder höheren Weizen-Notierungen ließen den Chicagoer Mais gut behauptet abschließen. Der Mai notierte mit 3,56 US-$/bushel. An der Matif konnte sich der Mais etwas erholen. Der Juni-Termin stieg um 1 €/t auf knapp 152 €/t zu. Experten erwarten für Frankreich in diesem Jahr aufgrund der niedrigen Preise mit einem Rückgang der Maisfläche um 6 Prozent. Brasilien rechnet mit einer höheren Maisernte als vorher angenommen, sie erhöhten ihre Prognose um 900.000 t auf 82,5 Mio. t Gleiches gilt für Argentinien, die ihre Prognose um 1 Mio. t auf nun 27 Mio. t anhob.

Soja: Kleinere Shortabdeckungen und festere Schrotpreise bestimmten die Sitzung in Chicago. Die Mai-Bohne konnte 3,4 Cent/bushel auf 861 US-$/short ton fester und profitierte vom rückläufigen Sojaöl. Informa geht in Ihrem neuen Bericht von einer brasilianischen Sojabohnenernte von 101,3 Mio. t aus, damit 800.000 t höher als zuletzt. Für Argentinien ging es um 1 Mio. t auf insgesamt 59 Mio. t zurück. Der wichtigste Marktfaktor am Sojamarkt bleibt China. Laut Schätzungen gibt es einen neuen Rekordeinfuhrbedarf von 83 Mio. t Sojabohnen. Das USDA setzt die Importe 1,5 Mio. t niedriger an. In 2015 importierte China nach Angaben der Zollbehörden 81,7 Mio. t Sojabohnen.

Raps: Die Notierungen an der Matif geraten weiter unter Druck. Zum Börsenschluss schloss der Raps mit 343,50 €/t. Der August fiel auf 338,00 €/t. Der Druck dürfte von den sehr schwachen Canola-Notierungen in Winnipeg und von rückläufigen Rapsöl- und Pflanzenölpreisen gekommen sein. In Winnipeg fiel Canola zeitweise deutlich ins Minus und wurde in einer sehr wechselhaften Sitzung in einer Bandbreite von 17 Can-$/t gehandelt. Nach einer späten Rally macht der Canola noch Boden gut und der Mai notierte ein Plus von 5 Can-$/t und bei 452 Can-$/t. Die von China angekündigten verschärften Kriterien für Importe von kanadischem Canola-Raps dürfte Gedrückt haben.

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