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Marktbericht Wolf Agrarhandel | 29.Januar.2018

Weizen steigt sowohl an der MATIF, wie auch in Chicago leicht an. Mais sinkt leicht in Paris, legt aber wiederum an der Chicagoer Börse etwas zu. Soja macht ein leichtes Minus und Raps erzielt Kursgewinne an der Pariser Börse, muss jedoch in Winnipeg Verluste einstecken.

Weizen: Die Weizenkurse an der Pariser EURONEXT (MATIF) Börse zeigten einen positiven Kursverlauf und kletterten etwas nach oben, sodass der März Termin auf 157,25 €/t anwachsen konnte.
An der CBoT (CME) in Chicago machten die Winterweizenkurse Boden gut und erhöhten um bis zu 7 Cent/bushel auf
4,42 US-$/bushel. Die Sommerweizenkurse an der MGEX in Minneapolis stiegen auf 6,12 US-$/bushel an. Die Kurszuwächse beruhten auf die ziemlich guten wöchentlichen Exportmengen von 453.700 t von sowohl neuer, wie auch alter Ernte.
Auch die außergewöhnlich trockenen Wetterbedingungen in den südlichen US-Anbaugebieten wirkten sich unterstützend auf die Kursentwicklungen aus.

Mais: Die Maiskurse an der Pariser Börse gaben am Freitag leicht nach und gingen mit einem Stand von 151,50 €/t ins Wochenende.
Die EURONEXT Börse, ansässig in Paris, hat weitere Häfen in Europa zu ihrer Liste an zulässigen Lieferorten hinzugefügt.
Wo bisher ausschließlich französische Häfen, wie Bayonne, Blaye, Bordeaux, La Pallice und Nantes als Lieferorte infrage kamen, so sind jetzt auch die großen Häfen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und Gent (ARAG-Häfen) erlaubt.
An der Chicagoer Börse zogen die Maiskurse etwas an.
Nachdem der März Termin im Tagesverlauf auf bis zu
3,58 US-$/bushel angewachsen war, beendete er den Börsentag mit einem Plus von 1,25 US-Cent/bushel auf 3,56 US-$/bushel. Verantwortlich dafür waren die hervorragenden wöchentlichen US-Exportzahlen von 1,5 Mio. t Mais der alten und neuen Ernte, welche höher als erwartet ausfielen. Auch eine Meldung des USDA über den Verkauf von 125.000 t Mais durch private US-Exporteure an einen unbekannten Käufer trug zu den Kurszuwächsen bei.

Soja: Die Sojabohnenkurse der CBoT brachen etwas ein und ließen den März Termin um 6,75 US-Cent/bushel auf 9,85 US-$/bushel abfallen. Der März Termin für Sojaschrot dagegen machte ein Minus von 4,80 US-$/short ton auf 335,60 US-$/short ton.
Schuld daran sind die vergleichsweise geringen wöchentlichen US-Exportverladungen, welche unterhalb der Erwartungen blieben.
In Argentinien nehmen die Schwierigkeiten mit der Trockenheit immer weiter zu. Die Bodenfeuchtigkeit verringert sich von Tag zu Tag. Dennoch bleiben die Märkte unaufgeregt, da sich eine mögliche Missernte Argentiniens nur unwesentlich auf die enormen weltweiten Bestände zum Ende des Wirtschaftsjahres 2017/18 auswirken würde. Diese werden sich nach Schätzung des USDA wohl auf 98,6 Mio. t belaufen.

Raps: Die Pariser Rapskurse zogen etwas an, wodurch der Mai Termin auf 345,00 €/t anstieg.
Aufgrund der geringen Handelsaktivitäten, sowie durch Einflussnahme vonseiten der Chicagoer Börse, gaben die Rapskurse an der ICE in Winnipeg etwas nach und so stürzten die Kurse auf bis zu 493,70 Can-$/t ab. Dabei standen sie zum Wochenanfang noch kurz vor dem Durchbrechen der
500-Can-$/t Marke.
Einer Schätzung von der Beratungsgesellschaft Ag Canada besagt, dass die Anbaufläche für Canola-Raps im Jahre 2018 gegenüber 2017 etwas ansteigen wird und zwar auf bis zu
24 Mio. acres. Des Weiteren schätzt Ag Canada die kanadischen Endbestande an Canola-Raps für Ende Juli 2018 auf 2 Mio. t und für Ende Juli 2019 auf 2,25 Mio. t Raps. Im Vergleich zu den Endbeständen Ende Juli 2017 mit „nur“ 1,3 Mio. t Raps, entspräche das einer deutlichen Erhöhung der kanadischen Rapsbestände.

(RW)

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