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MARKTBERICHT WOLF AGRARHANDEL | 30.SEPTEMBER.2019

Weizen steigt weiterhin, während Mais, Soja und Raps sinken

 

Weizen: An der Chicagoer Börse verbesserte sich der Weizenkontrakt um 3 US-Cent auf 4,87 US-$/bushel (163,65 €/t). Auch an der Pariser Börse kann der Dezember-Weizen sich verbessern und legt auf 174 €/t zu. Somit gingen die Weizennotierungen in Chicago in einer festen Verfassung ins Wochenende. Erste Schneefälle und der erste Frost sind für die Hauptanbaugebiete in den USA und Kanada angekündigt. Rund 87 Prozent des Sommerweizens sind laut USDA geerntet. Die Vorbörse in Chicago eröffnet mit grünen Zahlen. Durch die starke Nachfrage aus Übersee erreicht der Weizen ein neues Hoch. Internationale Lieferungen und die Wettbe­werbsfähigkeit auf den Exportmärkten begrenzen laut Händlern die Gewinne. Die Exportstimmung der EU wird durch den Verkauf von 60.000 t französischen Weizen nach Ägypten und die geplante Verladung weiterer Schiffe nach Marokko angeho­ben. Die Exportaussichten für westeuropäisches Getreide werden durch den schwa­chen Euro und sein neues Tief gegenüber dem US-Dollar verbessert.

Laut Experten werden die Aussichten für Weizen und Mais durch die Trockenheit in Argentinien verschlechtert. In den vergangenen Wochen wurde rund ein Fünftel der argentinischen Anbaufläche von trockenem Wetter heimgesucht, während große Re­gionen des Pampa-Anbaugebiets, laut Eduardo Sierra, Meteorologe an der Univer­sität von Buenos Aires, in gutem Zustand sind. Seine Prognose für die Ernte 2019/20 reduzierte er auf 17 Mio. t. Vor der Präsidentschaftswahl am 27. Oktober herrscht in der von der Rezession betroffenen Landwirtschaft große Unsicherheit. Die Präsi­dentschaftswahlen wird voraussichtlich der linksgerichtete Peronist Alberto Fernandez für sich entscheiden.

 

Mais: An der Chicagoer Börse gaben die Maiskurse um 1 US-Cent auf 3,71 US-$/bushel (133,67 €/t) nach. Jedoch verzeichnet der Mais an der Euronext einen Zuwachs auf 163,75 €/t. Die gedämpfte Stimmung an der Warenterminbörse prägt den Maismarkt. Außerdem ist die Nachfrage nach Ethanol rückläufig, da in den USA, kleinere Raffi­nerien weiterhin kein Ethanol in den Mineralkraftstoff mischen müssen. Auf die Ver­abschiedung eines Biokraftstoffpakets warten die Hersteller weiterhin. Die Prognose für die Maisernte 2019/20 wurde von Sierra auf 40 Mio. t gesenkt.

 

Soja: An der Börse in Chicago sanken die November-Sojabohnen um 5,50 US-Cent auf 8,82 US-$/Bushel (296,55 €/t). Die wöchentlichen Exporte bis zum 20. September betrugen insgesamt 964.000 t Sojabohnen. Vorrausichtlich führen die ersten Frostnächte in den wichtigen US-Anbaugebieten zu Wetterprämien an den Börsen für Sojabohnen und Mais. Eduardo Sierra schätzt, dass die Sojaproduktion auf­grund der anhaltenden Trockenheit 2019/20 auf 50 Mio. t sinkt.

 

Raps: Die kanadischen Canola-Kurse schlossen an der Börse in Winnipeg mit einem Minus von 1,70 bei 447,20 kan.-$/t. Auch der Februar-Kontrakt muss 1,50 auf 385,75 kann.-$/t abgeben. Die Kurse werden durch die stagnierende Canolaernte gestützt. Frost und Schnee­fälle werden für diese Woche vorhergesagt, somit bleiben die Witterungsbedingungen zur diesjährigen Ernte sehr schlecht.

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